INTERNATIONALER SCHIMMEL KLAVIERWETTBEWERB

 

Der Internationale Schimmel Klavierwettbewerb wird von der Wilhelm Schimmel Pianofortefabrik GmbH in Deutschland veranstaltet und in der dritten Ausgabe im Jahr 2023 durchgeführt. Der Wettbewerb richtet sich an Pianistinnen und Pianisten im Alter von 18 bis 32 Jahren, die sich in einer professionellen musikalischen Ausbildung befinden oder diese abgeschlossen haben.

Neben der pianistisch-künstlerischen Darbietung liegt der Schwerpunkt des Wettbewerbs in der Konzeption des präsentierten Programms, das einem von den Teilnehmenden frei gewählten Thema folgen muss.


RÜCKBLICK INTERNATIONALER SCHIMMEL KLAVIERWETTBEWERB 2022


Sie haben den diesjährigen Schimmel Klavierwettbewerb verpasst?

 

Kein Problem! In unserem Rückblick finden Sie alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb, darunter Fotos der Wettbewerbsrunden und dem Preisträgerkonzert, exklusive Interviews mit unserer Jury und den Teilnehmenden sowie das komplette Video des Preisträgerkonzerts.

 

Hier gelangen Sie zum Wettbewerbsrückblick:



Schimmel Klaviatur

Termine und Orte

Öffentliche Wertungsspiele

22.-23. September 2023 

Ort: Braunschweig

 

Öffentliches Finale & Preisträgerkonzert

24. September 2023

Ort: Braunschweig 

 

Details ausklappen

 

ANMELDUNG & VORRUNDE (VIDEOAUSWAHL)

 

Die Anmeldephase für den Internationalen Schimmel Klavierwettbewerb 2023 beginnt in Kürze! Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Wettbewerb erhalten Sie demnächst auf dieser Seite.

 

WETTBEWERB

 

22.-23. September 2023: 1. Wettbewerbsrunde
Die Teilnehmenden präsentieren der Jury und dem Publikum ein 20- bis 30-minütiges, selbst konzipiertes Programm. Die Teilnehmenden müssen ihre Programmidee vor Beginn des Wertungsspiels in einer maximal 2- minütigen Einführung (auf Deutsch oder Englisch) erläutern.
Die sechs Teilnehmenden mit der höchsten Punktzahl erreichen die Finalrunde.

 

24. September 2023: Finalrunde
Die Teilnehmenden präsentieren ein zweites selbst konzipiertes Programm mit einer Dauer von 30 bis 50 Minuten. Die Teilnehmenden müssen wiederum ihre Programmidee der Jury und dem Publikum vor Beginn des Wertungsspiels in einer maximal 2- minütigen Einführung (auf Deutsch oder Englisch) erläutern.

 

PREISTRÄGERKONZERT

 

24. September 2023: Preisträgerkonzert:
Die drei Teilnehmenden mit der höchsten Punktzahl präsentieren im Rahmen eines öffentlichen Preisträgerkonzerts ihre Programme aus der Finalrunde.

 

Bitte beachten Sie: Während der Veranstaltung werden zu Zwecken der Öffentlichkeitsarbeit Fotos und Videos gemacht. 



Schimmel Piano Gussrahmen

Preise

1. Preis 6.000,- Euro

2. Preis 3.000,- Euro

3. Preis 1.500,- Euro 

Publikumspreis 500,- Euro

 

Schimmel Pianos hat bereits in der Vergangenheit regelmäßig Konzerttourneen mit ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern organisiert. Alle Wettbewerbsgewinnerinnen und -gewinner haben die exklusive Gelegenheit, aufgrund ihrer herausragenden Leistung und besonderen Eignung ausgewählt zu werden, um in Zusammenarbeit mit Schimmel Pianos eine Konzerttournee zu planen und in den kommenden Jahren zu veranstalten. 



Musiknoten

Repertoire (bitte aufmerksam lesen!)

Die Besonderheit des Schimmel-Klavierwettbewerbs besteht in der selbstständigen Konzeption des vorgetragenen Programms, welches einer thematischen Idee folgen soll. Als Ergebnis soll ein attraktives Konzertprogramm entstehen, bei dem sich das Programmkonzept idealerweise bereits aus seinem Titel und den gewählten Werken heraus ohne weitere mündliche oder schriftliche Erläuterungen vermittelt. Es werden also über die pianistisch-künstlerische Qualität hinaus auch Attraktivität und Originalität der vorgeschlagenen Konzertprogramme bewertet.

 

Das Programmkonzept kann sich sowohl mit den Verbindungen als auch mit Kontrasten und Brüchen zwischen den einzelnen Werken auseinandersetzen und so über Epochen- und Genregrenzen hinaus Bezüge aufweisen. Improvisationen und kompositorische Eingriffe sind zulässig, wenn das Konzept sie überzeugend verlangt. Ein neugieriges Eintauchen in die Fülle der Klavierliteratur wird dringend empfohlen!

 

Details ausklappen

 

Die Themen oder Oberbegriffe der Programmkonzepte können abstrakt oder konkret sein und können aus allen möglichen Bereichen entnommen werden: Mythologie, Literatur, Alltag, Natur, Geschichte, Bildende Kunst, Lebenserfahrung, Technik, Psychologie. Dies sind nur einige Beispiele. Aber auch kompositorische oder instrumentale Besonderheiten können ein Programm zusammenhalten (z. B. "Préludes", "Capriccio", "Staccato", "Oktaven"). Die Möglichkeiten sind also grenzenlos.

 

Entscheidend bei der Konzeption des Programms sind künstlerische Eigenständigkeit, Individualität, Originalität, Nachvollziehbarkeit und Attraktivität (Unterhaltungswert, pädagogische Effekte) für ein Publikum. Die Teilnehmenden müssen ihre Programmidee dem Publikum und der Jury vor Beginn des Wertungsspiels in einer maximal 2-minütigen Einführung auf Deutsch oder Englisch erläutern. Diese Einführung ist verpflichtend.

 

Die einzelnen Werke des Programms sind frei wählbar und sollten selbstverständlich hohen pianistisch-künstlerischen Anforderungen genügen.

 

Für die 1. Wettbewerbsrunde und die Finalrunde müssen zwei unterschiedliche Programmkonzepte vorbereitet werden. Werke der 1. Wettbewerbsrunde dürfen im Finale nur dann wiederholt vorgetragen werden, wenn es für die Umsetzung der vorgesehenen Programmidee erforderlich ist. 

 

Konzeptbeispiel für die 1. Wettbewerbsrunde zum Thema  „Tanzreise durch die Welt des 19. Jahrhunderts“ 

  • Moritz Moszkowski (1854–1925): Polonaise in h-moll, op. 55 Nr. 3 (5,30 Min.)
  • Enrico Granados (1867–1916): Valses poéticos (11 Min.)
  • Louis Moreau Gottschalk (1829–1869): Bamboula, op.2 (7 Min.)
  • Mili Alexejewitsch Balakirew (1837–1910): Tarantella in H-Dur (7 Min.)

 Spielzeit erste Runde: 20 bis 30 Minuten

 

Tanz funktioniert ohne jedes Wort und findet sich daher in allen Nationen und Gesellschaftsschichten, ist dadurch aber auch grenzüberschreitend vermittelbar. In der Klaviermusik des 19. Jh. finden sich praktisch in jedem Land hervorragende Kompositionen zu den damals praktizierten Volkstänzen. Für eine Reise rund um die Welt bieten die Werke dieser 4 Komponisten einen hervorragenden Querschnitt:

Moritz Moszkowskis Polonaise, op. 55 gehört zu einer Sammlung von vier polnischen Volkstänzen.  Die Polonaise mit ihrer einprägsamen Melodie klingt sehr majestätisch und würdevoll, entspricht damit aber auch perfekt dem Charakter dieses polnischen Nationaltanzes.

Im neunteiligen Zyklus Valses poeticos lässt Enrico Granados die Walzer weniger lebenslustig, dafür vielmehr poetisch erklingen. Die spanische Seele findet sich dabei wieder in den zarten, melancholischen Melodien, die sich wunderbar „drehen“ und „walzen“.

„Bamboula“ nannte sich ursprünglich ein afrikanischer Trommeltanz, mit der Charakteristik, dass dabei gebrüllt, gerasselt, gewirbelt und sich verrenkt wurde. Im 19. Jh. tanzten insbesondere schwarze Sklaven in New Orleans den Bamboula und sangen dazu in ihren jeweiligen Sprachen, teilweise mit Unterstützung von Trommeln und Holztrompeten.

Mit dem aus Süditalien stammenden Volkstanz Tarantella hat Mili Balakirew ein energievolles Klavierstück komponiert, das dem Pianisten einiges abverlangt, damit aber auch sehr gut dem Charakter des Tanzes entspricht. Der wilde Tarantella-Tanz wurde von Menschen nach einem Skorpion- oder Spinnenbiss vollführt, um dadurch das Gift aus dem Körper zu treiben.

 

Konzeptbeispiel für die Finalrunde mit dem Thema  „Komponierte Improvisation“

  • Johann Sebastian Bach (1685-1750): Chromatische Fantasie und Fuge BWV 903 (12 Min.)
  • Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Variationen in G-Dur, KV 455 „Unser dummer Pöbel meint“ (13 Min.)
  • Ludwig v. Beethoven (1770-1827): Fantasie in g-Moll, op. 77 (10 Min.)
  • Frédéric Chopin (1810-1849): Prélude in f-Moll, op. 28 Nr. 18 (1 Min.)
  • Karlheinz Stockhausen (1928-2007): Klavierstück XI (14 Min.) 

Spielzeit Finalrunde: 30 bis 50 Minuten

 

Die Werke dieses Beispiels bewegen sich zwischen der traditionellen Improvisation des Barock, die hier in auskomponierter Form vorliegt und aleatorischer Musik, die improvisatorische Handlungen der Interpret*innen verlangt. Dazwischen die historisch interessanten Variationen KV 455 von Mozart, die der Komponist zu Ehren des bei einem Konzert anwesenden Christoph Willibald Gluck als Zugabe improvisierte und später niederschrieb.

 

Weitere Konzeptbeispiele finden Sie auf der Seite des öffentlichen Finales des Internationalen Schimmel Klavierwettbewerbs 2022: Finale 2022

 



Schimmel Klavierwettbewerb

Wie kann ich teilnehmen?

Wer kann teilnehmen?

Teilnehmende müssen zum Zeitpunkt des Wettbewerbs zwischen 18 Jahre und 32 Jahre alt sein. Teilnehmen können Pianistinnen und Pianisten, die sich in einer professionellen musikalischen Ausbildung befinden oder diese abgeschlossen haben.

 

Wie melde ich mich an?

 

Die Anmeldephase für den Internationalen Schimmel Klavierwettbewerb 2023 beginnt in Kürze! Weitere Informationen zur Anmeldung und zum Wettbewerb erhalten Sie demnächst auf dieser Seite.

 

Details ausklappen

 

Was benötige ich zur Online-Anmeldung?

  • Ihr Bewerbungsvideo
    • 10-15 Min.
    • MP4
    • max. 1 GB 
  • Ein Porträtfoto von Ihnen
    • JPG, PNG
    • professionelle Qualität
    • max. 10 MB
  • Kopie Ihres Passes oder Ihres Personalausweises
    • JPG, PNG, PDF
    • max. 10 MB

Außerdem benötigen wir von Ihnen:

  • Die Programmkonzepte für die 1. Wettbewerbsrunde (20-30 Minuten) und die Finalrunde (30-50 Minuten), einschließlich der geplanten Spielliteratur (maximal eine DIN A4 Seite pro Konzept)
  • Ihre Kurzvita (max. 2500 Zeichen)

Ihre Anmeldung ist nur beim vollständigen Eingang der genannten Dateien gültig. 

 



Preisträger/innen 2022

Johannes Obermeier first prize winner 2022
Tsuzumi Namikawa second prize winner 2022
Lorenzo Mazzola third prize winner 2022


Preisträgerinnen 2021

Raimu Satoh first prize winner 2021
Nicole Rudi second prize winner 2021
Daria Parkhomenko third prize winner 2021


Musikalische Symbole